Wie der alte Schmied seinen Sohn in die Fremde schickte

von Fritz Reuter

De Hauptsag is, hör wat Johann, und kumm torück als Ehrenmann.
Magt Handwark di uk buten swart, hol rein de Hand und rein dat Hart.
Is Wark tau enn und dod dat Füür, denn mog di sauber, glatt und schier.
Dat is up Ding kein reinlich Mann, de nich sauber geiht, wenn hei et hebben kann.
Drei Johr dat is ne lange Tiet, wenn man sei för sig legen süd.
Drei Johr dat is ne körte Spann, wenn man se süd von achtern an.
Sei sünd to lang ums to verliern, sei sünd to kört um ut to liern.
Reis nich ümher als blinne Hess, und finst du wat,denn kiek erst to.
Wat up de Strat licht, up den Mess, dat nimm nich up, dat lat in Rauh.
Gedanken gläuh in helle Ess,doch sind sei rein von Schlack un Schlier,
denn fat dien Wark mit Tangen an. Hol wiss, hol wiss, mien Söhn Johann, und smäd dien Wark in frischen Füer.
Und häst Du dörch de Welt di schlagen, und hät di buten nich gefalln,
denn kannst bi mi mal Umschau holen und kannst na Arbeit wedder fragen.
Süh so. mien Söhn, und adjü, und denk an Mutter und an mi.
Und nu, min Söhn, herum den Haut, und leggt de Hand em up den Kopp.
Noch büst du gaut, nun bliev uck gaut.
Un langt den Hamer ut de Eck. So, nu man tau! Nu, Jung nu treck!
Johann un Mutter gahn herut,
Treck düller, Jung seggt Meister Snut,
un sweißt un smädt de Funken flogen
em in´t Gesicht un in de Ogen, dat hei sei, wennt´de Jung nich süht,
sik ut de Ogen wischen müßt.
Na, seggt hei, orntlich narschen is´t, wo dumm und dämlich spritzt dat hüt.

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